Pelzproduktion

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TV-Hinweis / Plusminus (Das Erste bzw. ARD) 15.02.2017: „Europas Gier nach Pelz“

Am 15.02.2017 wird auf dem Sender ARD (Erstes Programm) im TV-Magazin Plusminus eine sehenswerte Reportage unter dem Titel “ Europas Gier nach Pelz“ ausgestrahlt, in der der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck auch zu Wort kommt.

Die Pelzindustrie findet ständig neue Absatzmöglichkeiten, obwohl hinter dem milliardenschweren Geschäft meist schlimmes Tierleid steckt. „Plusminus“-Reporter decken neue Verstöße gegen den Tierschutz auf und dokumentieren, wie Verbraucher und Politiker bewusst von der Pelz- und Modebranche in die Irre geführt werden und wie sich finnische und dänische Politiker für die Pelzindustrie innerhalb des EU-Parlamentes zum Handlanger dieses blutigen Geschäfts machen, indem sie Ausstellungen und Konferenzen in den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments zum Thema Pelzproduktion unterstützen.

In Polen boomt das Geschäft mit dem Pelz wie nie zuvor. Pelztierfarmen schießen dort wie Pilze aus dem Boden. Neue Undercover-Recherchen zeigen, wie grausam dieses Geschäft in Wirklichkeit ist und wie sehr die Tiere leiden müssen.

In Deutschland sollten Pelztierfarmen schon verboten sein. Das versprach Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt vor einem Jahr gegenüber Plusminus. Doch bisher ist nichts passiert, obwohl hiesige Pelztierfarmer wichtige Tierschutzauflagen einfach ignorieren, wie die Reporter aufdecken.

Sendetermin:
Mi, 15.02.17 | 21:45 I Uhr Das Erste (ARD)

Wiederholungen:
Do, 16.02.17 | 05:00 Uhr | Das Erste (ARD)
Do, 16.02.17 | 10:30 Uhr | tagesschau24
Do, 16.02.17 | 22:15 Uhr | tagesschau24
Sa, 18.02.17 | 15:30 Uhr | tagesschau24

Schaut Euch die Reportage an und sagt es allen Euren Freund*innen, Bekannten und Tierschützer*innen weiter – es lohnt sich.

Lasst uns dieses Posting weitflächig teilen, um damit zu zeigen, wie wichtig uns das Thema Tierschutz ist!

Foto: © PETA

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MdEP Stefan B. Eck: „Das EU-Parlament als Laufsteg für die Pelzmode zu missbrauchen – das geht gar nicht!“ – Frage an den Präsidentschaftskandidaten der S&D-Fraktion, Gianni Pittella

Am 11.01.2017 besuchte der Kandidat für das Amt des Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Gianni Pittella, die GUE/NGL-Fraktion, um sich vorzustellen und den Abgeordneten Rede und Antwort zu stehen.

Auch MdEP Stefan Bernhard Eck richtete eine Frage an seinen italienischen Kollegen und bat ihn – falls er zum Parlamentspräsidenten gewählt wird – um seine Unterstützung, den Tierschutz in der EU voranzubringen.
Bei seiner Frage kam Stefan Eck auf die inakzeptablen Lobby-Veranstaltungen der Fleisch- und Pelzindustrie zu sprechen, die regelmäßig im Europäischen Parlament stattfinden.

Die sinngemäße Antwort des italienischen Präsidentschaftskandidaten Gianni Pittella: „Ja, ich kann Ihnen meine Sensibilität für das Thema Tierschutz versichern. Was ich hier sagen kann, ist, dass die Entscheidung über die Genehmigung der Aktionen und Events, die Sie genannt haben, in den Entscheidungsbereich des EP-Büros fällt. Aber ich bin bereit, dem Präsidium eine sorgfältigere Vorgehensweise vorzuschlagen. Im Allgemeinen bin ich für ein offenes Parlament, aber das Parlament sollte kein Markt, auf dem alle Arten von Produkten beworben werden. Offenheit ist eine positive Sache, aber wir müssen Respekt für die Würde unserer Institution zeigen. Wir müssen unter allen Umständen zeigen, dass das Europäische Parlament kein Zirkus oder Verein ist.“

#Pelz #Pelzproduktion #FoieGras #EU #EUparlament

 

 

 

Kurzbericht aus Brüssel / 15.10.2015

Konferenz der Eurogroup for Animals and Furfree Alliance: Zahlungen der Pelzindustrie an Politiker, EU-Subventionen und zahlreiche Tierschutzverstöße, die nicht geahndet werden

Am 15.10.2015 fand in den Räumlichkeiten des EU-Parlamentes in Brüssel eine Konferenz der Eurogroup for Animals und der Furfree Alliance mit dem Titel „Was steckt hinter Mode? Europäischer Pelzhandel vermarktet sich als verantwortungsvolles Geschäft“ statt. Mehrere EU-Abgeordnete und/oder ihre Assistenten/innen sowie verschiedene Vertreter/innen diverser NGOs waren zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung gekommen, da das Thema Pelz durch die am 29.09. – 01.10.2015 stattgefundene Werbeveranstaltung des „Fur Information Centers“ in den Räumlichkeiten des Europäischen Parlamentes in Brüssel und dem Protestaufruf von MEP Stefan B. Eck und vielen Anti-Fur-NGOs noch in aller Munde war.

Während dieser Konferenz wurde auch der Bericht „Case Saga Furs, Nordic fur trade“ von Salla Tuomivaara (Direktor Animalia-Finnland) und Siri Martinsen (Direktor der norwegischen Organisation NOAH) zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein Sumpf aus Spenden und Subventionen:

In Finnland ist die öffentliche Finanzierung politischer Parteien oder ihrer Kandidaten Gang und Gäbe. So nimmt auch die Pelzindustrie Einfluss auf zahlreiche Politiker/innen, um ihre Interessen durchzusetzen, denn Saga Furs ist ein finnischer Konzern und einer der größten Pelzproduzenten der Welt.

Im März 2015 veröffentlichte die Organisation Animalia Finnland im Internet eine Liste von 40 Kandidaten für die Parlamentswahlen, die Spenden von der Pelzindustrie erhalten hatten. Die Beträge der Spenden lagen zwischen 1.000 und 6.000 Euro.

Hier sind die jeweiligen Spendenzahlungen an die Abgeordneten einzusehen: http://www.sey.fi/ajankohtaista/blogi/595-he-ottivat-turkisalalta-rahaa-eduskuntavaaleissa-2011.

Darüber hinaus erhält die Pelzindustrie in Finnland und Norwegen auch heute noch erhebliche staatliche Subventionen.

So gut wie keine Kontrollen:

Im Jahr 2014 verringerten sich die Kontrollen in finnischen Pelztierfarmen auf ein katastrophales Ausmaß. Nur 4 von fast 1000 Pelzfarmen wurden von der EU untersucht, obwohl verdeckte Ermittlungen von Tierschutzorganisationen ergaben, dass in vielen Betrieben gravierende Verstöße gegen Tierschutzgesetze zu bemängeln sind. Bereits im Jahr 2012 wurden ähnliche Verstöße bereits festgestellt, aber an der Situation hat sich bis heute nichts verändert.

Hier der Link zum Bericht, der eine Reihe von Untersuchungen über tierquälerische Praktiken und Einflussnahmen von Saga Furs auf Politiker/innen beinhaltet: http://www.animalia.fi/sites/default/files/Case % 20Saga% 20Furs.pdf.

Es ist offensichtlich, dass der Einfluss der Pelzindustrie bis nach Brüssel reicht. Diese Verflechtungen müssen aufgedeckt und die „Hintermänner“ beim Namen genannt werden. MEP Stefan Bernhard Eck wird im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, denn Pelz hat im einem modernen und tierfreundlichen Europa nichts verloren!

Konferenz der Eurogroup for Animals and Furfree Alliance

Konferenz der Eurogroup for Animals and Furfree Alliance

Der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck im Gespräch

Der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck im Gespräch