Meeresschutz

Frage an EU-Kommissar bezüglich Walstrandungen und Waljagd

MdEP Stefan Eck: „Werden Sie etwas unternehmen gegen den japanischen Walfang und gegen die Walmassaker auf den Färöer Inseln?“

Am 09.03.2017 stellte MdEP Stefan Bernhard Eck bei einem „Exchange of Views“ im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) dem EU-Kommissar Karmenu Vella ein paar Fragen bezüglich der immer häufiger auftretenden Walstrandungen und der Tatsache, dass sich in den Mägen dieser Meerressäuger immer mehr Plastikteile und Reste von Fischernetzen finden lassen.

Eine weitere Frage bestand darin, ob es Pläne seitens der EU-Kommission gibt, das massive Walsterben wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Zum Abschluss ging der EU-Abgeordnete Stefan Eck auf den japanischen Walfang und die Walmassaker auf den Färöer Inseln ein und bat den EU-Kommissar hierzu um eine Antwort.

Die Antwort von EU-Kommissar Vella ist im Video zu sehen.

#Meeresschutz #Wale #Walfang #Waljagd #Tierschutz ProWal WDSF

 

 

 

Kurzmeldung aus Brüssel / 18.10.2016

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Macht die EU zu einer Delfinarium-freien Zone!

Die tagtägliche Tierschutz-Lobbyarbeit des EU-Abgeordneten Stefan Eck trägt Früchte! Nun machen sich Ivan Jakovčić (ALDE) und weitere Abgeordnete verschiedener Fraktionen (EPP, Greens/EFA, S&D) gemäß Artikel 136 der Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments für eine „Written Declaration“ stark, die EU zu einer Delfinarium-freien Zone zu machen.

Auch wenn die Aussichten auf Erfolg eher gering sind, unterstützt MdEP Stefan Bernhard Eck dieses Vorhaben, denn durch diesen ambitionierten Vorstoß bleibt das Thema im Gespräch.

Die wichtigsten Einzelforderungen auf einen Blick:

– Delfine dürfen nicht für Vorführungen oder andere kommerzielle Veranstaltungen in Becken gehalten werden sollen.

– Einheitliche EU-Regelung, da in mehreren Mitgliedstaaten (UK, Österreich, Kroatien und Slowenien) die Haltung von Delfinen zu kommerziellen Zwecken bereits verboten ist.

– Die Kommission wird aufgefordert, den Mitgliedstaaten nahezulegen, die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft eindeutig zu regeln, Pläne zur sukzessiven Schließung der in den Mitgliedstaaten bestehenden Delfinarien auszuarbeiten und keine Baugenehmigungen für neue Delfinarien zu erteilen.

– Der Rat und die Kommission werden aufgefordert, Maßnahme ins Auge zu fassen, mit denen die EU zu einem Gebiet wird, in dem es keine Delfinarien mehr gibt.

Es bleibt zu hoffen, dass viele EU-Abgeordnete bis zum 03.01.2017 diese „Written Declaration“ unterschreiben, um damit der Kommission und dem Rat ein deutliches Signal zukommen zu lassen.

MdEP Stefan Eck wird in Sachen Delfinarien weiter „lobbyieren“, damit möglichst viele seine Kolleg*innen die Erklärung unterschreiben.

Aber vor allem außerhalb des Parlamentes muss die Lobbyarbeit gezielt weitergehen, die Proteste der Tierschützer*innen dürfen nicht aufhören, damit wir irgendwann sagen können:

Die EU ist eine Delfinarium-freie Zone!

#Meeresschutz #dolphins #Delfine #Captivity #Zoo #Emptythetanks#bornfree #Delfinarium #Dolphinarium #CaptivityisCruel

 

 

 

Bericht aus Brüssel / 13.10.2016

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„Mercury-Report“: Großer Erfolg für MEP Stefan B. Eck und sein Team

Nach mehr als 6 Monaten intensiver Arbeit an dem Kommissionsentwurf und rund 2 Monaten harter Verhandlungen mit den Schattenberichterstatter*innen der anderen Fraktionen im EU-Parlament wurde am 13.10.2016 über den Legislativbericht von MEP Stefan Eck zur Regulierung von *Quecksilber in der EU im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments abgestimmt.

Die Abstimmung wurde sowohl von zahlreichen angereisten Vertretern*innen von Umweltschutz-Organisationen aus Europa und sogar aus den USA als auch von Vertretern*innen der europäischen Wirtschaft mit großem Interesse verfolgt, da dieser Bericht nicht nur ein wichtiger Schritt für die Ratifizierung der „Minamata-Konvention“ der Vereinten Nationen durch die EU darstellt, sondern davon auch verschiedene multinational agierende Konzerne, die Millionengewinne im Quecksilbergeschäft machen, betroffen sind.

Obwohl eine Vielzahl von Abgeordneten aus dem konservativen und neo-liberalen Lager noch vor einem halben Jahr ein totales Scheitern des Berichtes angekündigt und MdEP Eck die Kompetenz für einen solch schwierigen Bericht abgesprochen hatten, wurde er mit 55 zu 9 Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Darüber hinaus wurde Stefan Eck das Mandat für den Trilog mit den Mitgliedstaaten im Europäischen Rat erteilt! Obwohl die Fraktionen EVP (Konservative) und EKR (Rechtskonservative) gegen die direkte Übertragung des Mandats an MEP Stefan Eck gestimmt hatten, reichten die Stimmen mit einer Zweidrittelmehrheit dank der anderen Fraktionen dennoch aus. Ein großer Vertrauensbeweis des Europäischen Parlamentes!

Dieses Ergebnis ist ein riesiger Erfolg für MdEP Stefan Eck, sein Team und die Fraktion GUE/NGL, die ihn als Berichterstatter vor etwas mehr als 6 Monaten ernannt hatte. Das Ergebnis der Abstimmung ist auch ein deutliches Signal nach Außen, dass sich der Umweltausschuss für eine ambitionierte und verantwortungsvolle Politik einsetzt.

Für den EU-Abgeordneten und sein Team, bei dem nach der Abstimmung unzählige E-Mails mit Glückwünschen zu diesem Erfolg eingingen, hieß es endlich aufatmen – die zeitintensive Arbeit über Monate hatte sich gelohnt, denn es wurde ein starker Entwurf von der Mehrheit der Fraktionen verabschiedet, eine gute Verhandlungsbasis für den in Kürze beginnenden Trilog mit dem Europäischen Rat.

Es bleibt zu wünschen, dass die bisher so erfolgreich geführten Verhandlungen mit den Fraktionen auch während des Trilogs erfolgreich fortgesetzt werden können.

MdEP Stefan Bernhard Eck: „Dieses überwältigende Abstimmungsergebnis im ENVI-Ausschuss zeigt, dass der anfangs belächelte Tierrechtler mit EU-Mandat nicht nur mitreden kann, wenn es allein um Tierschutz geht.“

Hintergrundinformationen:

*Quecksilber:
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Quecksilber akut toxisch ist. Aufgrund seiner schweren gesundheitsschädigenden Folgen zählt es zu den 10 gefährlichsten Substanzen weltweit.

Wird Quecksilber erst einmal in Boden, Wasser oder Luft freigesetzt, kann es sich auf dem gesamten Erdball über die Atmosphäre verteilen, sodass es selbst an Orten fernab von Verschmutzungsquellen industriellen Ursprungs rasch zu einem Anstieg der Quecksilberbelastung kommen kann.

Quecksilberexpositionen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem und können sowohl dem Nerven-, Verdauungs- und Immunsystem als auch Lungen, Nieren, Haut und Augen sehr schaden. Selbst kleine Mengen Quecksilber können am Nervensystem zu irreparablen Schäden führen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich herausgestellt, dass Quecksilber mit Alzheimer, multipler Sklerose, Nieren- und Hirnschäden in Verbindung steht.

Angesichts all dieser Risiken ist es notwendig, dass durch ein äußerst detailliertes Gesetz die Versorgung, der Handel und die Nutzung dieser Substanz strikt strickt reguliert werden muss. Mit diesem Gesetz wird den Regierungen der Mitgliedstaaten nahelegt, Maßnahmen zur Beseitigung der Quecksilberexpositionen zu ergreifen.

Die Welt ist darauf angewiesen, dass die EU im Kontext des Minamata-Übereinkommens ihrer Führungsrolle auch in Zukunft gerecht wird, indem sie das Potenzial des Übereinkommens voll und ganz ausschöpft und den in früheren EU-Rechtsvorschriften über Quecksilber getätigten Zusagen zur Gänze nachkommt. Jeder halbherzige Versuch, das Minamata-Übereinkommen umzusetzen, wäre kontraproduktiv und nicht im Interesse der Öffentlichkeit.

**Trilog:

Im Europäischen Parlament gibt es die Möglichkeit direkt nach der Abstimmung in einem Ausschuss die Verhandlungen mit dem Europäischen Rat zu beginnen und nicht zuvor die Abstimmung im Plenum abzuwarten.

Dies hat den Vorteil, dass mit dem vom Ausschuss verabschiedeten ambitionierten Entwurf die Verhandlungen begonnen werden, was sichergestellt , dass ein progressiver Bericht nicht durch weitere Änderungsanträge aus dem konservativen Lager im Plenum verwässert werden kann und so die Ausgangsposition in den Verhandlungen gestärkt ist.

#Meeresschutz #Umweltschutz #Umwelt #Quecksilber #Mercury

 

 

 

Bericht aus Brüssel / 12.10.2016

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Konferenz zum blutigen Grindwalfang auf den Färöern mit Vertreter der Waljäger

Am 12.10.2016 fand im EU-Parlament in Brüssel die Konferenz „Grindadráp – Both sides of the story“ statt, zu der der MdEP Marco Affronte (Mitglied der MEPs for Wildlife, M5S) eingeladen hatte.

Ziel dieser Veranstaltung war es, beide Seiten zum Thema Färöer Grindadráp zu hören. Aus diesem Grund waren der Vertriebsleiter der „Food Diagnostics dk“ (zuständig für Grönland, Island und die Färöer Inseln), Rúni Nielsen, und ein Vertreter der Färöischen Waljäger, vertreten durch Hans J. Hermansen (Vorstand des Färöischen Waljägerverbandes) erschienen.

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Rúni Nielsen (er verfügt über langjährige Erfahrung in Fragen der Lebensmittelsicherheit) erklärte in seinem Vortrag und einer Powerpoint-Präsentation, dass das Walfleisch, das die Färöer konsumieren, stark mit Quecksilber und anderen giftigen Schwermetaalen belastet sei und ein hohes gesundheitliches Risiko darstelle. Auch ging er kurz auf die grausame Behandlung der Wale ein und sprach zudem die Problematik für die Population der Wale und den Effekt auf ihren Genpool an. Er erklärte sich bereit, den anwesenden Personen auf Wunsch eine wissenschaftliche Ausarbeitung der Food Diagnostics zukommen zu lassen.

Der Vertreter des Färöischen Waljägerverbandes, Hans J. Hermansen, führte einen kurzen Film zur Waljagd vor. Er betonte, dass es für die Einwohner*innen der Färöer Inseln zum selbstverständlichen und traditionellen Nahrungserwerb gehöre, Wale zu jagen. Walfleisch hätte schon immer auf dem Speiselplan der Inselbewohner gestanden. Er wurde nicht müde, immer wieder zu betonen, dass die Wale „human“ getötet würden und keinem unnötigen Leiden ausgesetzt wären. Zudem seien Grindwale nicht vom Aussterben bedroht. Man würde dafür eben weniger andere Tiere töten und es sei letztlich gesünder, Walfleisch zu verzehren. Tierschutzorganisationen, die sich mit dem Thema beschäftigen würden, gäben ein bewusst falsches Bild zum Zweck des „Fundraisings“ wieder.

Der italienische MdEP Marco Affronte brachte zum Ausdruck, dass die Färöer mit der „Tradition“ der Waljagd brechen sollten, auch in Italien hätte man vor rund 20 Jahren noch Delfinfleisch gegessen, was zum Glück heute nicht mehr geschähe.

Die anwesende Repräsentantin der Färöer Inseln für die Europäische Union, Kate Sanderson (https://www.facebook.com/Stefan.Bernhard.Eck.MEP/photos/a.871857806175494.1073741828.871853459509262/1216540265040578/), warf ein, dass es eine „Frage der Ess-Kultur“ sei und erläuterte ihren Wunsch, dass man der EU-Kommission gemeinsam die Notwendigkeit der Waljagd auf den Färöern vor Augen führen sollte.

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Der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck nach der Veranstaltung – zu der er erst etwas später dazu kommen konnte, da eine wichtige Sitzung im AGRI-Ausschuss zum gleichen Zeitpunkt anstand: „Wieder einmal konnte man von Vertretern der Färöer-Inseln faule Ausreden hören, mit denen sie die grausame Waljagd verteidigten. Ich hätte mir bei dieser Veranstaltung als Sprecher einen Vertreter von Sea Shepherd oder dem WDSF gewünscht, damit auch dem letzten Anwesenden klar geworden wäre, dass die Waljagd auf diese intelligenten Meeressäuger absolut unnötig und überdies legalisierte Tierquälerei ist!“

#Meeresschutz #Jagd #Färöer #Waljagd

 

 

 

Kurzbericht aus Kreta (Griechenland) / 15.08.2016

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Meeresschildkröten im Mittelmeer: Von Entwarnung kann und darf keine Rede sein!

Während seines Aufenthaltes auf Kreta informierte sich der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck auch über die aktuelle Situation der dort vorkommenden Meeresschildkrötenarten.

Laut Angaben der ehrenamtlichen Helfer*innen von Archelon (Sea Turtle Protection Society of Greece) sei in diesem Jahr die Anzahl der Nistplätze dieser bedrohten Tierart deutlich gestiegen und ein Indiz einer zunehmenden Population. Die permanenten Anstrengungen von verschiedenen NGOs – insbesondere von Archelon – zum Schutz dieser außergewöhnlichen Meeresbewohner scheint zu greifen.

Die Meeresschildkröte „Caretta-Caretta“ stand noch 1996 auf der „Roten Liste der bedrohten Arten“ und wurde als „gefährdet“ eingestuft, heute gilt sie als „vulnerable species“, was bedeutet, dass sie mittelfristig nicht vom Aussterben bedroht ist.

Laut einer Studie von Archelon wurden dieses Jahr mehr als 500 Nester der Caretta-Caretta auf der ionischen Insel Zakynthos, die zu den größten und beliebtesten Nistplätzen dieserr Meeresschildkröteart im Mittelmeer zählt, registriert. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Nester in der südlichen Kyparissiakos-Bucht auf 1.000. Auch in der Region um Matala werden neue Rekorde vermeldet: rund 110 Nester wurden in der Messara-Bucht gezählt.

Aber von Entwarnung kann und darf keine Rede sein!

Die Meeresschildkröten sind nach wie vor massiv durch den illegalen Handel mit Schildkrötenfleisch, das Einsammeln ihrer Eier, die kommerzielle Nutzung der Schildkrötenpanzer und die rücksichtslose Erschließung von Stränden für den Tourismus bedroht. Der Beifang ist zu einer immer größeren Bedrohung geworden, denn laut Schätzungen verenden jährlich mehr als 250.000 Tiere in den Netzen und Langleinen der Fischfangflotten.

Die größte Gefahr dürfte aber von der zunehmenden Meeresverschmutzung mit Plastikmüll ausgehen. Laut wissenschaftlichen Studien hat jede dritte Schildkröte unverdauliche Plastikteilchen im Magen, was ab einer bestimmten Konzentration zum Tode führt.

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„Solang unsere Überflussgesellschaft das Meer als Müllkippe verwendet und es verantwortungslos überfischt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieses wunderbare Ökosystem in eine leblose, stinke Brühe verwandelt – und wenn die Weltmeere erst einmal gestorben sind, ist auch die Zeit für unseren Abgang von der Weltenbühne gekommen“, so der EU-Abgeordnete Stefan Eck.

 

 

 

Kurzbericht aus Straßburg / 06.07.2016

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Europäisches Parlament fordert Ende des japanischen Walfangs!

Teilerfolg im Kampf für die Rettung der grauen Riesen!

Der GUE/NGL Entschließungsantrag, initiiert von den beiden EU-Abgeordneten Anja Hazekamp und Stefan B. Eck, wurde mit 610 JA-Stimmen, 11 NEIN-Stimmen und 77 Enthaltungen angenommen. Damit fordert die EU Japan auf, die illegale Jagd auf Wale zu beenden und droht mit Konsequenzen hinsichtlich der Handelsbeziehungen.

Seit 1986 gibt es ein internationales Verbot für kommerziellen Walfang, um die grauen Riesen vor dem Aussterben zu retten. Trotz des Verbots schlachtete Japan zwischen 1986 und heute mehr als zwanzigtausend Wale zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken ab. Laut der Internationalen Walfang-Kommission und dem Internationalen Gerichtshof ist der japanische Walfang illegal und dient nicht der Wissenschaft. In der Walfang-Saison 2015/2016 hatte Japan insgesamt 333 Wale getötet, von denen zweihundert schwanger waren In den nächsten zwölf Jahren wollen die Japaner rund viertausend Wale töten.

„Diese Resolution sollte von Japan als deutliches Signal verstanden werden, denn die EU ist nicht länger gewillt, das Abschlachten der Wale zu tolerieren. Walfang verursacht für die betroffenen Tiere extremes Leiden und bedroht darüber hinaus das Überleben dieser Tierart“, so MdEP Stefan B. Eck.

Foto: © Ralf Kiefner / Greenpeace

 

 

Kurzbericht aus Brüssel / 28.06.2016

Konferenz zum Thema EU-Japan Freihandelsabkommen: Eine Möglichkeit, die japanische Walfangpolitik zu beeinflussen?

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Am 28.06.2016 fand im EU-Parlament in Brüssel eine Konferenz zum Thema „Das EU-Japan Freihandelsabkommen: Eine Möglichkeit, die japanische Walfangpolitik zu beeinflussen?“ statt, an der Stefan Bernhard Eck teilnahm.

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Gastgeber dieser Veranstaltung war der britische EU-Abgeordnete David Martin (S&D).

Nach Vorträgen verschiedener Vertreter*innen diverser NGOs zu diesem Thema erteilten die Vertreter der Kommission bedauerlicherweise eine klare Absage, das Thema Walfang in die Freihandelsabkommen einfließen zu lassen. Begründet wurde die Absage damit, dass dies nicht im Bereich des Mandates der Trade-Verhandlungen liege.

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„Es wäre eine geeignete Möglichkeit gewesen, Druck auf die japanische Regierung bezüglich der Aufgabe des Walfangs auszuüben; eine vertane Chance!“, so MdEP Stefan B. Eck.

 

 

Waljagd in Japan – MdEP Eck: „Das ist eine Dreistigkeit, die nicht zu überbieten ist, denn wir wissen doch alle, dass das eine infame Lüge ist!“

Aufgrund des Antrags von Mitgliedern der GUE/NGL (Europäische Linke) am 06.06.2016, die Tagesordnung zu ändern und eine Debatte mit einer Resolution bezüglich der Waljagd in Japan durchzuführen, hielt der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck am 08.06.2016 eine Rede im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg.

Hierbei ging er auf das Urteil des Internationalen Gerichtshofes und die fadenscheinige Begründung der Waljagd seitens der japanischen Regierung ein.

 

MdEPs kämpfen für die Wale – Erster Teilerfolg errungen!

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Am 4. April 2016 stellten verschiedene Mitlieder des Umweltausschusses des Europäischen Parlamentes, darunter auch MdEP Stefan Bernhard Eck, gemäß Regel 128 der Geschäftsordnung eine Anfrage mit mündlicher Beantwortung an den Europäischen Rat. In der Anfrage ging es um die Entscheidung Japans, den Walfang in der Saison 2015 – 2016 wieder aufzunehmen.

Hintergrund: Im November 2015 teilte die japanische Fischereibehörde der Internationalen Walfangkommission mit, den Walfang im Rahmen eines überarbeiteten Plans wieder aufzunehmen. Durch die Wiederaufnahme des Walfangs ignoriert Japan eindeutig das Urteil des Internationalen Gerichtshofs (IGH), der in seinem Urteil vom 31. März 2014 das Abschlachten von Walen im Südlichen Ozean durch Japan verboten hatte. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Waljagd nicht, wie Japan angibt, für wissenschaftliche Forschung erfolgt.

Aufgrund der oben genannten Anfrage beschloss die Konferenz der Präsidenten (also die Vorsitzenden der verschiedenen Fraktionen und der Parlamentspräsident), nur eine Debatte ohne Resolution zuzulassen. Mutmaßlich soll dem Handelspartner Japan nicht auf die Füße getreten werden!

Die Fraktion GUE/NGL (Europäische Linke) beantragte am Montag, den 06.06.2016, die Tagesordnung zu ändern und eine Debatte mit einer Resolution durchzuführen. Der Antrag wurde angenommen, so dass jetzt in der Plenarwoche im Juli über eine Resolution zum japanischen Walfang abgestimmt wird. Wieder wurde ein Teilerfolg – wenn auch ein kleiner – für die Tiere errungen!

Heute Abend, am 08.06.2016, wird MdEP Stefan B. Eck zum Thema japanischer Walfang eine Rede im Plenum in Straßburg halten.

‪#‎Wal‬ ‪#‎Waljagd‬ ‪#‎Japan‬ ‪#‎Tierschutz‬ ‪#‎AnimalWelfare‬ ‪#‎Meeresschutz‬

Foto: ©Alexander Safonov; http://tinyurl.com/tokyo-secret-blue

 

 

Für ein Delfinarium-freies Europa

Am 04.06.2016 sandten Andreas Morlock (ProWal), Jürgen Ortmüller (WDSF) und der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck ein deutliches Signal an das Europäische Parlament und an die Betreiber von Delfinarien: Schließung der Gefängnisse der intelligenten Meeressäuger! Europa braucht keine Delfinarien!

Eine aktuelle Forderung der beiden engagierten Wal- und Delfinschützer besteht darin, dass die Verwendung von Meerwasser in Delfinarien verbindlich sein muss, da aufbereitetes Süßwasser mit Zusätzen von Ozon und Chlor zu gravierenden Schädigungen der empfindlichen Augen, Haut und Atemwege der Meeressäuger führt.

MdEP Stefan B. Eck (Gründungsmitglied der „MEPs for Wildlife“:www.meps4wildlife.eu, Vizepräsident der „Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals“) wird sich ab Herbst diesen Jahres des Themas verstärkt annehmen, da der Schutz des Meeres und seiner Bewohner – trotz des gigantischen Tierleids in der „Massentierhaltung“ – nicht zu kurz kommen darf.

‪#‎Emptythetanks‬ ‪#‎BoycottSeaWorld‬ ‪#‎Dolphinproject‬ ‪#‎Dolphin‬‪#‎DolphinariumfreeEurope‬ ‪#‎BoykottDelfinarien‬

 

Newsflash / 16.03.2016

Wieder einen Erfolg für die Tiere eingefahren – MdEPs gegen Waljagd!

Aufgrund einer Initiative des parteilosen EU-Abgeordneten Stefan B. Eck (Fraktion GUE/NGL), die spontan von sechs weiteren Fraktionen unterstützt wurde, hat der Umwelt-Ausschuss (ENVI) heute der Kommission und dem Europäischen Rat eine offizielle Anfrage (Oral Question) hinsichtlich der erneuten Jagd nach Walen durch Japan übermittelt. Die Japanische Fischereibehörde hatte letztes Jahr beschlossen, 333 Mink-Wale in der „Saison“ 2015/2016 für angebliche wissenschaftliche Zwecke zu töten.

Der ENVI-Ausschuss fordert nun die Kommission und den Europäischen Rat auf, eine offizielle Beschwerde bei der japanischen Regierung einzulegen und andere Maßnahmen, beispielweise eine erneute Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag, in Betracht zu ziehen.

Die Abstimmung zur „Oral Question“ muss auch als großer Erfolg gewertet werden: Die 50 anwesenden Ausschussmitgliedern votieren einstimmig für den Antrag!

MdEP Stefan Bernhard Eck freut sich aufgrund seiner Initiative über das einstimmige Ergebnis im ENVI-Ausschuss und bringt es auf den Punkt: „Die EU unterstützt nicht die Jagd auf Wale. Die meisten Menschen in der Union sprechen sich gegen die Waljagd aus. Wir sollten einem neuen Handelsabkommen zwischen der EU und Japan nicht zustimmen, so lange Japan den Walfang fortsetzt. Wir müssen jetzt das Abschlachten der Wale für immer beenden! Ich fordere die EU auf, ihre Macht zu nutzen und Druck auf Japan auszuüben.“

Bitte teilen und auch andere darüber informieren, dass mit diesem Abstimmungsergebniss ein klares Signal an die japanische Regierung und gegen die grausame und barbarische Waljagd ausgesendet wurde!

 (Foto: CC., Florencia Guaglianoni, http://tinyurl.com/japanese-whaling-maru)

(Foto: CC., Florencia Guaglianoni, http://tinyurl.com/japanese-whaling-maru)

Kurzbericht aus Brüssel / 11.01.2016

Stefan Eck schockiert Repräsentantin der Färöer-Inseln

Auf den Färöer-Inseln gibt es eine blutige „Tradition“: Jedes Jahr wird eine beträchtliche Anzahl von Grindwalen und Schnabelwalen sowie Delfinen abgeschlachtet. Mit modernen Motorbooten werden die Wale in die Buchten getrieben und regelrecht massakriert. Den gestrandeten Meeressäugern werden brutal Haken in die Blaslöcher gerammt, anschließend wird ihnen das Rückgrat durchgeschnitten und sie verbluten langsam und qualvoll.

Ein Verbot des Walmassakers ist nicht erkennbar und dies, obwohl es den Mitgliedstaaten der Europäischen Union verboten ist, Wale zu töten.

Vor einiger Zeit stellte MdEP Stefan Bernhard Eck daher gemeinsam mit mehreren anderen EU-Abgeordneten der italienischen 5 Sterne Bewegung, der Fraktion S&D sowie zwei weiteren Abgeordneten der Grünen und der EPP eine Anfrage an die EU-Kommission bezüglich der Grindwaljagd auf den Färoer-Inseln.

Die MdEPs wiesen in ihrem Schreiben an die Kommission darauf hin, dass die Tötung von Walen in Europa, einschließlich Dänemark, verboten sei und mit diesem Verbot dem am 19. September 1979 in Bern unterzeichneten Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume Rechnung getragen würde, in dessen Anhang II Grindwale ausdrücklich als streng geschützte Tierart aufgeführt sind. Auch wurde in der Anfrage an die Kommission auf die Verhaftung europäischer und außereuropäischer Umweltschützer/innen im Juli und August 2015 durch färöische Einsatzkräfte eingegangen.

Der Regierung der Färöer-Inseln muss diese offizielle Anfrage bekannt geworden sein, denn sie baten Stefan Bernhard Eck um einen Gesprächstermin, der am 11. Januar 2016 stattfand. Die Leiterin der Mission der Färöer Inseln für die Europäische Union, Kate Sanderson, versuchte die Massaker an den intelligenten Meeressäugern in dem Gespräch mit MdEP Eck zu relativieren. Damit war sie an den Falschen geraten. Der EU-Abgeordnete machte ihr eindringlich klar, dass Tradition kein Garant für das moralisch Richtige sei, da Frau Sanderson immer wieder die „lange Tradition der Waljagd auf den Färöer-Inseln“ hervorhob.

Stefan Eck attackierte sie gezielt mit der Aussage, dass weltweit hunderttausende Tierschützer/innen aus Verachtung auf den Boden spucken, wenn sie an die Färöer-Inseln denken. Dass die Reputation der kleinen Insel und ihrer Bewohner/innen aufgrund des blutigen Walabschlachtens enorm leide, sei eine Tatsache. Er führte abschließend aus, dass in einem modernen Europa die Walmassaker genauso wenig zu akzeptieren seien wie beispielsweise die Stierkämpfe in Spanien. Auch aus wirtschaftlichen Gründen sei die brutale Tötung der Wale in keiner Weise zu rechtfertigen, da der Profit aus dem Verkauf des Walfleisches kaum einen Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt ausmachen würde.

Beim Abschied gab Stefan Eck der Missionsleiterin Kate Sanderson zu bedenken, dass, in Anlehnung an das Zitat von Leo Tolstoi, solange es Schlachthäuser gäbe – und die Buchten der Färöerinseln seien ein Schlachthaus, es auch Schlachtfelder geben würde.

Die Leiterin der Mission der Färöerinseln für die Europäische Union verließ augenscheinlich schockiert das Büro von MEP Stefan Eck, da sie wohl nicht mit einer derartigen Reaktion eines EU-Abgeordneten gerechnet hatte.
„Wer Wale killt oder dies relativiert, hat bei mir verspielt“, erklärte Stefan Bernhard Eck nach dem Gespräch seinen Mitarbeitern/innen.

(Foto: CC., Uwe Hamm, http://tinyurl.com/f-r-er-whale-killing)

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Kurzmeldung aus Straßburg / 15.12.2015

Forderung nach Sanktionen gegen Japan

Am 02.12.2015, im Anschluss an die Vorführung des Dokumentarfilmes „Cowspiracy“, sprachen die Direktorin von Sea Shepherd Deutschland, Anne Kämmerling, und MdEP Stefan Bernhard Eck über die Entscheidung der japanischen Regierung, trotz des Urteils des internationalen Gerichtshofs in Den Haag, in diesem Jahr den Walfang wieder aufzunehmen.

Für den EU-Abgeordneten Eck ist dieser Rechtsbruch Japans absolut inakzeptabel und sollte durch entsprechende Maßnahmen seitens der Europäischen Union quittiert werden. Aus diesem Grund hat er gemäß Artikel 128 der Geschäftsordnung eine Anfrage im Namen der GUE/NGL-Fraktion zur mündlichen Beantwortung an die Kommission gestellt, der sich seine Fraktionskolleg/innen Sofia Sakorafa, Younous Omarjee, Anja Hazekamp sowie MdEP Marco Affronte für die EFDD-Fraktion angeschlossen haben.

Hier der Text der Anfrage an die EU-Kommission „Walfangtätigkeit Japans in der Antarktis“:

„In seinem Urteil vom 31. März 2014 ordnete der Internationale Gerichtshof (IGH) mit einer Mehrheit von zwölf zu vier Stimmen an, dass Japan die jährliche Tötung von Walen im Südlichen Ozean beenden müsse, nachdem die Richter zu dem Schluss gelangt waren, dass der Walfang entgegen den Behauptungen Japans nicht Forschungszwecken diene.

Vor wenigen Tagen jedoch teilte die japanische Fischereibehörde der Internationalen Walfangkommission mit, dass sie den Walfang in der Fangsaison 2015–16 nach einem überarbeiteten Plan wiederaufnehmen werde. Damit setzt sie sich einseitig über wissenschaftliche Gutachten und das genannte Urteil des IGH hinweg, um 333 Zwergwale zu jagen und zu töten.

Angesichts dieser vollkommen inakzeptablen Entscheidung, die dem Geist des Artikels 13 AEUV und der öffentlichen Meinung in den allermeisten EU-Mitgliedstaaten zuwiderläuft, wird die Kommission gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

Wird die Kommission die Entscheidung Japans, 333 Zwergwale in der Fangsaison 2015–16 zu jagen und zu töten, aufs Schärfste verurteilen? Welche Maßnahmen, auch rechtlicher Art, wird die Kommission ergreifen, um dafür zu sorgen, dass Japan das Urteil des IGH befolgt? Wird die Kommission den Mitgliedstaaten nahelegen, rechtliche Schritte gegen Japan zu unternehmen?

Die EU und Japan verhandeln gegenwärtig in Tokio über ein Freihandelsabkommen. Bislang gab es 13 Verhandlungsrunden, und es wird mit einem baldigen Abschluss gerechnet. Beabsichtigt die Kommission, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan einzustellen, da Japan entschieden hat, weiterhin Walfang zu betreiben?“

MdEP Stefan Eck hat vor, im Jahr 2016 weitere Schritte zum Schutz der Weltmeere sowie ihrer Bewohner im Rahmen seiner Möglichkeiten in die Wege zu leiten.

(Foto: CC., A. Chetvergov, http://tinyurl.com/butterfly-whale)

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